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Meilenstein im Familienrecht: OLG Frankfurt stoppt Sorgerechtsentzug auf Basis der PAS-Theorie
Mit Beschluss vom 5. Januar 2026 (Az. 7 UF 88/25) hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main eine Entscheidung getroffen, die weitreichende Konsequenzen für hochstrittige Kindschaftsverfahren haben wird. Das Gericht setzt damit der Verwendung pseudowissenschaftlicher Konzepte in Sachverständigengutachten eine klare Grenze. In Sorge- und Umgangsrechtsstreitigkeiten stützen sich Gerichte maßgeblich auf psychologische Gutachten. Doch was, wenn diese Gutachten methodisch mangelh
Hanna Schmidt
24. Feb.2 Min. Lesezeit
Name-Meshing & Rechtswahl: Das Ende des Einheitsnamens?
Ein aktueller Beschluss des Amtsgerichts Frankenthal vom 09.12.2025 – (Az. 2a III 18/25) markiert einen Wendepunkt im internationalen Namensrecht. Für Ehepaare mit Auslandsbezug eröffnet sich durch die Verbindung von geschickter Rechtswahl und der Namensrechtsreform 2025 ein neuer Gestaltungsspielraum: Das sogenannte „Name-Meshing“. Der Sachverhalt: Individualität trifft auf deutsches Standesamt Ein Ehepaar schließt in New York die Ehe. Er ist US-Amerikaner, sie besitzt die..
Hanna Schmidt
17. Feb.2 Min. Lesezeit
Neues zum Versorgungsausgleich: Mehr Gerechtigkeit bei der Rententeilung nach der Scheidung?
Ein aktueller Gesetzentwurf vom 05. Februar 2026 verspricht wichtige Nachbesserungen beim Ausgleich von Rentenansprüchen. Was bedeutet die Reform für Geschiedene und Unternehmer? Bei einer Scheidung ist der Versorgungsausgleich oft das Herzstück der finanziellen Auseinandersetzung. Das Prinzip ist simpel: Die während der Ehezeit erworbenen Rentenansprüche werden hälftig geteilt. Doch die Praxis zeigte bislang Lücken – insbesondere, wenn Anrechte vergessen wurden oder es um d
Hanna Schmidt
15. Feb.2 Min. Lesezeit
LinkedIn als „Ermittlungshelfer“ im Unterhaltsrecht - Rückforderung von Kindesunterhalt
Dass soziale Netzwerke im Familienrecht eine Rolle spielen können, zeigt eine aktuelle Entscheidung des Amtsgerichts Frankenthal: Nicht ein Auskunftsersuchen, sondern ein Blick auf LinkedIn brachte ans Licht, dass ein volljähriger Sohn längst erwerbstätig war – und dennoch weiter Kindesunterhalt kassierte. Der Fall in Kürze: Ein Vater zahlte auf Grundlage eines alten gerichtlichen Vergleichs monatlich 385 € Kindesunterhalt. Tatsächlich hatte der Sohn sein Masterstudium berei
Hanna Schmidt
3. Feb.1 Min. Lesezeit
Umgangsrecht und digitale Medien: Was Eltern beim Umgang mit Handy & Social Media wissen und regeln sollten
Die Nutzung digitaler Medien – insbesondere von Handy und Social Media – ist längst zum zentralen Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen geworden. Das bringt für getrenntlebende Eltern beim Umgangsrecht viele neue Fragen und Konfliktfelder: Wer entscheidet über Smartphone-Nutzung, Bildschirmzeit oder Social Media-Profile? 1. Grundsätze: Wer darf was beim Umgang bestimmen? Beim Umgangsrecht hat der umgangsberechtigte Elternteil während seiner Zeit mit dem Kind gr
Hanna Schmidt
18. Jan.3 Min. Lesezeit
Immobilie nach der Trennung: Wer darf bleiben – und was sind meine Rechte?
Trennung im Eigenheim: Wer darf bleiben – und was sind meine Rechte? Die Trennung im gemeinsamen Haus bzw. der gemeinsamen Wohnung ist nicht nur emotional, sondern auch rechtlich eine Herausforderung. Wer darf bleiben, wer muss gehen, und welche Ansprüche bestehen? Im Folgenden finden Sie – auch speziell zur nichtehelichen Lebensgemeinschaft – einen aktuellen, fundierten Überblick. 1. Trennung im Eigenheim bei Eheleuten Solange Sie verheiratet sind und sich „nur“ in Trennung
Hanna Schmidt
18. Jan.6 Min. Lesezeit
Scheidung trotz Gewalt: Trennungsjahr abwarten – Härtefallausnahme kaum möglich
Wer in einer gewalttätigen Ehe lebt, möchte oft so schnell wie möglich die Scheidung einreichen. Doch auch bei körperlicher Gewalt oder sexuellem Missbrauch gilt in Deutschland in der Regel das Trennungsjahr. Ein aktueller Beschluss des OLG Karlsruhe (26.11.2025, Az. 5 UF 151/24) zeigt, dass eine Ausnahme nur in sehr seltenen Härtefällen möglich ist.
Hanna Schmidt
4. Jan.2 Min. Lesezeit
Reform des Unterhaltsrechts in Deutschland – Ziele und Umsetzungsstand
Kernpunkte des geplanten Reformvorhabens
Obwohl eine umfassende Reform – also ein neues Gesetz – zum jetzigen Zeitpunkt (Ende 2025) noch nicht verabschiedet wurde, ist der Entwurf eines solchen Gesetzes (als Diskussionsentwurf) veröffentlicht und zeigt, wo die Entwicklung hingeht.
Hanna Schmidt
4. Jan.3 Min. Lesezeit
Voreilige Erbausschlagung
Das Oberlandesgericht (OLG) Zweibrücken beschäftigte sich in seinem Beschluss vom 14.08.2024, Az. 8 W 102/23, mit der Frage, ob eine Erbausschlagung aufgrund eines Irrtums über die Zusammensetzung des Nachlasses wirksam angefochten werden kann. Diese Entscheidung hat für viele Erben weitreichende Bedeutung, da sie wichtige Grundsätze zur Anfechtung einer Erbausschlagung enthält.
Hanna Schmidt
4. Jan.3 Min. Lesezeit
BGH: Ausschlagung des Erbes für minderjährige Kinder – auch bei Eigeninteresse der Eltern ohne Genehmigung zulässig
Neue höchstrichterliche Rechtsprechung zur "lenkenden Ausschlagung"
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Beschluss vom 04.09.2024 (Az. IV ZB 37/23) eine wegweisende Entscheidung zur erbrechtlichen Praxis getroffen: Eltern dürfen eine Erbschaft für ihr minderjähriges oder ungeborenes Kind ausschlagen, auch wenn dies letztlich zu einer Erhöhung ihres eigenen Erbanteils führt – und zwar ohne familiengerichtliche Genehmigung.
Hanna Schmidt
4. Jan.2 Min. Lesezeit
BGH zur Nutzungsentschädigung für die Bewohnung einer Immobilie
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit seinem Beschluss vom 27. November 2024 (Az.: XII ZB 28/23) eine bedeutende Entscheidung zur Frage der Nutzungsentschädigung für das alleinige Bewohnen der Ehewohnung nach einer Trennung getroffen. Der Beschluss hat weitreichende Folgen für getrennte Ehepartner, die sich mit finanziellen Fragen rund um die gemeinsame Immobilie auseinandersetzen müssen.
Hanna Schmidt
4. Jan.2 Min. Lesezeit
Testament zugunsten des Arztes – BGH bestätigt: Ein Verstoß gegen die Berufsordnung führt nicht automatisch zur Nichtigkeit
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Urteil vom 2. Juli 2025 (Az. IV ZR 93/24) entschieden, dass ein Vermächtnis zugunsten eines behandelnden Arztes nicht automatisch unwirksam ist, auch wenn es gegen die ärztliche Berufsordnung verstoßen könnte. Damit stärkt das Gericht die Testierfreiheit des Patienten und begrenzt die zivilrechtlichen Folgen möglicher berufsrechtlicher Verstöße.
Hanna Schmidt
4. Jan.2 Min. Lesezeit
Wenn das Original fehlt – Grenzen des Erbnachweises bei einer Testamentskopie
In einem Beschluss vom 07.08.2025 (Az. 8 W 66/24) hatte das Oberlandesgericht Zweibrücken über eine häufige, aber rechtlich anspruchsvolle Konstellation zu entscheiden: Kann eine bloße Kopie eines Testaments ausreichen, um die Erbenstellung zu belegen?
Hanna Schmidt
4. Jan.2 Min. Lesezeit
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